Übungen für das Clickertraining mit dem Hund
Das Clickertraining ist eine einfach zu erlernende Methode, seinem Hund zu sagen, welche seiner Verhaltensweisen erwünscht sind und ihn richtig zu erziehen. In den USA als Ausbildungsmethode für Tiere alle Art schon längst etabliert, ist das Clickertraining auch hierzulande langsam auf dem Vormarsch. Das Clicker-Training ist quasi universal einsetzbar: Es eignet sich für die Grunderziehung genauso wie für verrückte Kunststückchen und Tricks, die dank des Einsatzes des Clickers zum Kinderspiel werden. Als Lernen am Erfolg ist das Clicker-Training eine positive Methode. Es motiviert Hund und Mensch, denn es macht beiden Spaß: Während des Clicker-Trainings lernt der Hund, damit er es sich nicht auf dem Couchtisch bequem macht.
Positive Verstärkung
Grundlage für das Clickertraining ist das Training auf Basis positiver Bestärkung und erleichtert die Erziehung sowie Hundehaltung. Die Belohnung des erwünschten Verhaltens ist die effektivste Art, Verhalten zu beeinflussen. Auch das Verhalten von Hunden wird bestimmt von seinen Konsequenzen. Wird ein Verhalten belohnt, wird der Hund es wieder zeigen. Durch Bestrafung erhält der Hund keinerlei Informationen darüber, welches Verhalten denn nun tatsächlich erwünscht ist. Mit etwas Pech wird der Hund nur verunsichert. Das muss nicht passieren.
Einfaches Prinzip
Um das Klickern zu praktizieren wird eine Belohnung und ein blecherner Knackfrosch benötigt. Der Knackfrosch dient als Markersignal. Wird der Clicker im richtigen Moment gedrückt, merkt der Hund, dass er eine Belohnung erhält. Wenn ein Terrier-Welpe präzise in dem Moment einen Klick hört, in dem er gerade Bodenhaftung hat, anstatt an einem Menschen hochzuspringen, versteht er, dafür gibt es eine Belohnung. Das Anspringen wird bald weniger, so können Sie dann auch auf dem Schlafsessel bequem liegen, ohne angesprungen zu werden. Der Clicker ist der Auslöser eines Foto-Apparates – und das Ziel ist es, ein Foto vom erwünschten Moment zu schießen. Das Foto, das dabei entsteht, brennt sich dabei sozusagen im Hirn Ihres Hundes ein. Er weiß: Das genau muss ich wieder zeigen, um die Belohnung zu erhalten. Woher weiß der Hund, welche Bedeutung das Clickgeräusch hat? Am Anfang hat es keine Bedeutung. Aber mit der Zeit lernt der Hund das Signal zu deuten, weil er danach eine Belohnung erhält. In diesem Zusammenhang wird das Geräusch relevant. Und irgendwann ist der Hund durch das Geräusch so konditioniert, dass sich der Lerneffekt ohne die Belohnung einstellt. Danach sollten sie mit dem Training immer wieder fortfahren, zum Beispiel auf Reisen mit dem Hund, denn dort hat er mehr Ablenkung.
Bild: panthermedia.net Michaela Melichar
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