Gutmütig und anhänglich: Die englische Bulldogge
Die englische Bulldogge ist eine sehr alte Hunderasse. So ist sie in Dokumenten schon ab dem 13. Jahrhundert auf der britischen Insel nachgewiesen, jedoch noch nicht unter ihrer heutigen Bezeichnung, sondern als kühner Hund, ein „Bold Dog“. Gerüchten zufolge soll sich die Hunderasse schon fast 20 Jahrhunderte früher herausgebildet haben. Damals herrschte ein reger Handel der Briten mit den Phöniziern und so sollen sich englische mit phönizischen Hunderassen vermischt haben, mit dem Resultat der englischen Bulldogge.
Nach 1600 erhielt das Tier auch seinen heute gültigen Namen, da er vor allen Dingen als Kampfhund gezüchtet wurde, der es u. a. mit Bullen aufnehmen musste. Dies ist auch der Grund für die abgeflachte und zurückgezogene Nase. Diese wurde deswegen so gezüchtet, damit der Hund, so er sich denn in den Bullen verbiss, noch genug Luft bekam. Aus heutiger Sicht schüttelt man da nur mit dem Kopf. Und die Liste der Kampfgegner wurde stetig erweitert, bis man schließlich Hund gegen Hund antreten ließ. Erst 1835 wurden Hundekämpfe offiziell in Großbritannien verboten und die englische Bulldogge konnte ein neues Leben beginnen.
Heute muss eine englische Bulldogge nicht mehr kämpfen und gilt gemeinhin als gemütlicher, jedoch nicht immer pflegeleichter Hund. Eine gute Erziehung ist vonnöten, damit der Hund Befehlen gehorcht. Nichtsdestotrotz ist er treu und anhänglich, weswegen eine vernünftig großgezogene Bulldogge ein guter Hundefreund ist, in dem immer noch der Mut seiner Zuchtgeschichte steckt. Inzwischen soll ebendiese auch neu geschrieben werden, im Jahr 2009 wurde eine Regel verabschiedet, welche die charakteristischen Merkmale der englischen Bulldogge entschärfen sollen, so dass bspw. keine Atemprobleme mehr auftreten.
Bild: Jens Roth / pixelio.de
Schlagwörter: englische Bulldogge, Erziehung, Hunderassen
